15 Jahre Transit
Diese Videoinstallation ist eine multimediale Präsentation der zeitgenössischen
ungarischen Architektur, eine Auslese der letzten eineinhalb Jahrzenhte.
Die multimediale Darbietung ermöglicht es sowohl die Bauten als
auch ihre ArchitektInnen zu präsentieren. Es bedeutet aber nicht,
dass die ArchitektInnen über ihre Werke berichten. Sie erzählen eher
über Empfindungen, wie sie sich selbst in der Welt sehen, wie sie
sich in ihrem Mikrokosmos, im Büro, wo sie arbeiten, in der Stadt,
wo sie leben, in ihrer Heimat fühlen.
Zur Zeit, da wir "den 15 jährigen Transitzustand zur EU-Erweiterung"
hinter uns haben, könnten wir die Frage auch so erweitern: Wie fühlt
man sich als EU-Bürger?
All diese Bauten zeigen uns wahrhaftig, dass die erfolgreiche Erfüllung
der Funktion zwar möglich und wichtig sein mag, aber um Architektur
zu schaffen reicht es nicht aus! Sie untermauern die These: es gibt
nichts Neues, ohne die Akzeptanz des Alten! Das wird leider nur von
manchen ArchitektInnen akzeptiert.
Unsere Umwelt ist endlos vielfältig und vielfarbig. Jeder Neubau
trägt zu dieser Vielfalt etwas bei, den wir oft als Chaos erleben.
Es ist nicht egal, wie ein neuer Ort entsteht. Nur wenn wir mit dieser
Vielfalt gut umgehen können, werden wir uns auch seine Vorteile zu
Nutzen machen können.
Die Bauten fügen sich in unseren Köpfen zu einem Gesamtbild zusammen.
Die digitale Aufarbeitungsmethode, wie hier in Form einer Videoinstallation,
ist ein wichtiges, neues, zeitgemäßes Mittel dafür. Die Ausstellung
ist leicht zu transportieren und zu installieren. Diese "Architekturroadshow"
zeigt "den architektonischen Raum" bei minimalem Aufwand mit maximaler
Wirkung. Die Zuschauerin und der Zuschauer können sich während der
71minütigen Vorstellung mit 13 Bauten und 27 Architekt/Innen bekannt
machen. |